AfD-Dokumentation Volksbeauftragte: Politiker diskreditieren sich

michin einem langweiligen Konferenzraum, auf dem Tisch liegen die Flaggen der Bundesländer. Identität wird ausgehandelt. Philosophische Überlegungen werden angestellt: Haben die Kinder bereits eine Identität – im Sinne einer kulturellen Identität als Deutsche? Stille, Flüstern, nicht wirklich, ist das nicht ein Prozess? Niemand ist sich wirklich sicher. Abschließend das für seine Partei charakteristische Schlussargument von Götz Frömming, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion: „Die anderen Besserwisser kommen und sagen, wir schreiben eine neue multikulturelle Identität, wenn ihre Kinder das nicht tun haben sowieso eine Identität.“ Besser „im Sinne der Gedanken von Goethes Entelechie“ zu sagen: „Eigentlich haben sie sie schon.“

In den letzten Tagen hat die AfD wieder etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen. Vergangene Woche wurde „AfD Leaks“ veröffentlicht, eine Analyse von 40.000 internen Chatnachrichten von Bundesparteipolitikern in der letzten Legislaturperiode. Die Aufzeichnungen des Chats, dem mehr als 70 der 92 Abgeordneten von ihren ersten Tagen im Parlament bis nach der letzten Bundestagswahl angehörten, zeigen eine Partei, in der Vorstand und Kollegen schikaniert werden, getrieben von Rachephantasien und Homophobie . Spott und Selbstmitleid. So weit, so vorhersehbar.

Nun erscheint fast zeitgleich eine Arbeit des Dokumentarfilmers Andreas Wilcke, „Vertreter des Volkes“. Wilcke drehte den Film alleine und ohne Förderung und konzipierte anders als das „AfDLeaks“-Team von NDR und WDR eine unkommentierte Verhaltensstudie, die vier AfD-Politiker in ihren frühen Jahren im Bundestag begleitet: Norbert Kleinwächter, Professor und heute stellvertretender Vorsitzender der AfD Fraktion, Götz Frömming, ebenfalls Professor und parlamentarischer Geschäftsführer mit mehr als 17.000 Followern auf Twitter, Armin-Paulus Hampel, ein ehemaliger Journalist und außenpolitischer Sprecher, der nicht mehr im Bundestag ist, und Enrico Komning, ein Rechtsanwalt, der Mitglied des Bundestags ist Wirtschaftsausschuss und ist nun Parlamentsverwalter. Auch Wilckes Dokumentation beginnt 2017 mit den ersten Tagen im Bundestag, im „Elfenbeinturm“, wie die AfDler sagen, mit dem Spott in der Stimme als schnelle Maßnahme gegen den Respekt, den die Institution in ihrer plötzlichen Präsenz einflößt.

Wer Höcke seinen Freund nennt

Wilcke wählte unterschiedliche Charaktere, die politischen Lager der Porträtierten spielten eine untergeordnete Rolle. Kleinwächter ist der Mann, auf dessen Glas “Monsieur le Président” steht und den die Worte seiner eigenen Rede bewegen, Hampel der Elder Statesman, der Schiller zitiert. Aber es gibt auch Parteikollegen um ihn herum, die keine Ahnung haben, was es für einen Kanzler bedeutet, an einer Regierungswahl teilzunehmen. Dann gibt es noch den tapferen Frömming, der früher bei Greenpeace war, und Komning, der Björn Höcke seinen Freund nennt. Wie Komning T-Shirts mit der Aufschrift „Kommando Komning“ entwirft, wie Hampel einem Publikum erklärt, dass Kitas nicht dazu da sind, Kinder bestmöglich zu betreuen, sondern sie zu indoktrinieren, wie kleine Wächter im Bürgerdialog. in Berlin lesen die Herkunftsländer der Fußball-Nationalspieler vor und lassen ihre Zuhörer rassistische Beleidigungen von sich geben: All das geschieht vor laufender Kamera.

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