Aktuelles – Alles andere – Berlin begeistert

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Alles andere Foto: SP-X

Wir versuchen immer einen Ausgleich zu finden und beteiligen uns nicht an gelegentlichen Angriffen des Bundes. Höchstens ein bisschen.

Berlin ist ein bisschen anders als andere Bundesländer. Die dortige Verwaltung regelt, wie wir immer wieder lesen, ihre Aufgaben durchschnittlich oder gar nicht. Zuletzt bescheinigte der Bundeswahlleiter, dass die Berliner nicht einmal eine Bundestagswahl vorschriftsmäßig abhalten könnten. Wir wollen die Berliner Bezirksverwaltungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht verteidigen. Aber die Wahrheit ist wohl auch, dass die Berliner selbst so sind. Sagen wir einfach, dass ein gewisser Fatalismus einfach lokal bedingt ist. Nicht alles kann funktionieren.

Tabellenführer ist beispielsweise Berlin. Nein, natürlich nicht in der Bundesliga. Aber ja, wenn es um gestohlene Autos geht. Nirgendwo sonst in Deutschland werden auf 100.000 zugelassene Fahrzeuge so viele Autos gestohlen wie in Berlin. Was macht der sicherheitsbewusste deutsche Autofahrer in solchen Fällen? Sie melden den Schaden Ihrer Vollkaskoversicherung und werden im Rahmen des Möglichen für den Schaden entschädigt. Was tut der Berliner dagegen? Sie melden den Schaden nicht der Versicherung, weil Sie sich die Vollkaskoversicherung sparen. In Berlin ist es teurer, weil dort viel geklaut wird. Berlin ist bekanntlich arm, aber sexy und jetzt greifen sie einem nackten Mann in die Tasche.

Womit wir ins Saarland kommen. Auch die Grenzregion zwischen Deutschland und Frankreich ist als Bundesstaat recht arm, aber darum geht es jetzt nicht. Eher über den nackten Mann. Die Polizei fand ihn in seinem offenen Cabrio, das selbst auf einer Palette mit Baumaterialien stand. Warum der splitternackte 60-Jährige bei recht kühlen Außentemperaturen seinem Wunsch, Cabrio zu fahren, nachgegeben hat, ist uns nicht bekannt. Allerdings hatte er auch ein Verlangen nach zwei zu viel, was sich auf 1,8 Promille Blutalkohol summierte und seine Fähigkeit, das Auto auf der Straße zu halten, wahrscheinlich etwas beeinträchtigte.

Hundespaziergänger in Viersen haben einen schlechten Einfluss auf die etwas in die Jahre gekommenen Straßenlaternen draußen. Die Lichter neigen dazu, jetzt zu fallen. Nicht, dass sie Angst vor Hunden hätten, aber die Vierbeiner schlagen kräftig auf die Alupfosten und das hat wohl Folgen. Aluminium ist als Leichtbaumaterial, das im Auto nicht rostet, gut und teuer, weshalb es auch für Scheinwerfer verwendet wird. Allerdings reagiert es vermutlich auf ätzende Bestandteile des Hundeurins, was seine Stabilität beeinträchtigt. Also die der Straßenlaternen. Glücklicherweise liegt Viersen in Nordrhein-Westfalen und nicht in Berlin, sodass eine Lösung sofort verfügbar ist. Nachdem der erste Mast gefallen war, wurden andere zur Sicherheit abgeholzt. Allerdings herrscht derzeit weltweit ein Mangel an Rohstoffen aller Art, darunter auch Stahl, der nicht mit Hundeurin verträglich ist. Das Licht bleibt vorerst aus. Das ist schon fast eine Berliner Lösung.

Aus Berlin erhielten wir einen Hinweis auf den 9-Euro-Schein. Sie wissen schon, die gut gemeinte Kampagne des öffentlichen Verkehrs, um in städtischen Gebieten zu ermitteln, wie viele Personen tatsächlich in einen Zug mit maximaler Kapazität passen, und um zu ermitteln, wie viele Haltestellen in ländlichen Gebieten erforderlich sind, wenn kein Bus ankommt. Die Deutsche Bahn weist in jedem Fall darauf hin, dass 9-Euro-Tickets in Zügen der DB Fernverkehr AG keine Gültigkeit haben, auch wenn dort andere Nahverkehrsfahrkarten gültig sind. Der Fernverkehrszweig der Bahn verkehrt in Teilbereichen in teilweise „Regional-Express“-Verbindungen mit Fernverkehrszügen wie dem IC. Teilweise auch parallel zu Regional-Express-Zügen. In diesem Fall gilt die günstige Monatskarte nur, wenn eine Vereinbarung über die Kostenübernahme mit dem jeweiligen Bundesland besteht. Letzteres gehört wohl zum Grundwissen von Neulingen im öffentlichen Nahverkehr in Berlin und dann wundern sie sich, warum manche lieber Auto fahren. Noch etwas? Nächste Woche wieder.

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