Die „Fridays for Future“-Proteste erhöhten den Stimmenanteil für die grüne »Perspektive

Die Partei “Bündnis 90/Die Grünen” konnte bei den Wahlen 2019 bis 2021 bundesweit an Stimmen zulegen. Einer Studie zufolge dürfte die Protestbewegung “Fridays for Future” ein wesentlicher Grund dafür gewesen sein. Inzwischen hat sich in der Klimabewegung jedoch Enttäuschung über die Politik der Grünen in der Regierung breit gemacht.

Die Grünen haben in den letzten Jahren einen Stimmenzuwachs erlebt. Mittlerweile sind sie als selbsternannte „Klimaschutz“-Partei in allen Landtagen vertreten. Sie stellen auch eine bedeutende Kraft in der Bundesregierung dar.

Es ist kein Zufall, dass seine Stimmenzahl bei Wahlen in den letzten Jahren so stark gestiegen ist. Allein durch die Klimaproteste „Fridays for Future“ (kurz: FFF) erzielte die Partei laut Datenstudien des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) bis zu 7 % der Stimmen.

Insbesondere junge Menschen, die sich für eine ökologisch nachhaltige Klimapolitik einsetzen und durch die Bewegung politisiert werden, haben Einfluss auf die Wahlentscheidungen ihrer Familien.

Außerdem hat die FFF-Bewegung endlich direkt für die Grünen geworben, als sie die letzte Bundestagswahl zur „Klimawahl“ erklärten. Obwohl ihre Forderungen nach umfassendem Umweltschutz den Wahlprogrammen der bürgerlichen Parteien im Bundestag widersprechen, forderten lokale Sprecher dennoch, bei der Bundestagswahl 2021 zumindest „gegen Zerstörung“ zu entscheiden.

Andere, wie die bekannte Sprecherin Luisa Neubauer, sind Mitglieder der Grünen und haben implizit Wahlkampf gemacht. Aber auch gesellschaftlich entwickelte sich im Zuge der Klimaschutzbewegung ein ökologisches Bewusstsein, das sich vor allem in häufigeren Berichten über Umweltkatastrophen oder zivilgesellschaftlichen Diskussionen über eine „klimafreundliche Lebensweise“ widerspiegelte. Dies dürfte auch zu einem Stimmenzuwachs bei den „Grünen“ geführt haben.

Konnten sich Hoffnungen erfüllen?

Kurz nach der Wahl waren die Erwartungen des Kapitals an die Grünen klar: Angesichts einer möglichen Regierungsbeteiligung der Partei nach der Bundestagswahl 2021 der Chef des Chemiekonzerns Evonik und Präsident des Verbands der Chemischen Industrie (VCI), Christian Kullmann , plädierte dafür, eine „realistische“ Transformation der Wirtschaft zu erreichen.

Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) forderte die Grünen auf, ihre Rolle innerhalb einer Regierung deutlich zu machen und nicht die Interessen der Basis ihrer Wählerschaft über die Forderungen der Wirtschaft zu stellen, sondern diese widersprüchlichen Interessen der Grünen zu „vereinen“. Gesellschaft. und Wirtschaft. .

Und tatsächlich haben sich die Grünen als sehr kapitalfreundlich erwiesen. Der Ampelkoalitionsvertrag wurde von den Wirtschaftsverbänden durchweg gelobt. Unterdessen kritisiert der FFF nun auch die Bundesregierung und Vertreter der Grünen für deren „Versprechensbruch“. Dazu gehören unter anderem die Klimaschutzpläne von Wirtschaftsminister Robert Habeck, dessen Ziele für den Ausbau von Wind- und Solarenergie den CO2-Ausstoß nicht schnell genug reduzieren würden, so der FFF.

Sie hatten gehofft, dass die Regierung mit den Grünen eine “sofortige Wende” erreichen würde und wurden enttäuscht. Stattdessen setzten die Grünen in der Regierung weiterhin stark auf die „Selbstregulierung“ des Marktes. Das Vertrauen in die Parteien im Parlament ist für viele Klimaschutz-Aktivisten getrübt.

Gleichzeitig schreitet der Klimawandel voran. Laut dem Bericht des Weltklimarats 2021 kann der Klimawandel innerhalb des kapitalistischen Systems nicht mehr aufgehalten werden, sodass nur die Folgen der globalen Erwärmung begrenzt werden können.


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