Klimaaktivist Neubauer wirft Bundeskanzler Scholz Nazi-Vergleiche vor


Stuttgart/Berlin –

Klimaaktivistin Luisa Neubauer warf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor, “Klimaaktivisten mit Nazis” zu vergleichen. Dabei relativiere er das NS-Regime, „und paradoxerweise auch die Klimakrise“, schrieb Neubauer am späten Sonntag auf Twitter.

„Sie stilisiert den Klimaschutz zu einer Ideologie mit Parallelen zum NS-Regime. Im Jahr 2022. Jesus. Es ist ein Skandal.” Damit reagierte Neubauer auf den von mehreren Aktivisten unterbrochenen Auftritt der Kanzlerin auf dem Kirchentag in Stuttgart am vergangenen Freitag.

Klimaaktivisten protestieren während des Auftritts von Scholz auf dem Kirchentag

Ein Aktivist hatte beim Auftritt des SPD-Politikers versucht, die Bühne zu stürmen, wurde aber von Sicherheitskräften daran gehindert und abgeführt. Ein anderer Aktivist brüllte „Unsinn“, als Scholz vom Ausstieg aus der Kohleverstromung und den dadurch verlorenen Arbeitsplätzen im Tagebau sprach.

Scholz kommentierte die Unterbrechung mit den Worten: “Ich bin ehrlich, diese schwarzgekleideten Inszenierungen bei diversen Veranstaltungen von den gleichen Leuten erinnern mich immer an eine längst vergangene Zeit, Gott sei Dank.” geübte Leistung.

Dies sei nicht Teil einer Diskussion, „aber dies ist ein Versuch, Ereignisse für ihre eigenen Zwecke zu manipulieren. Das solltest du nicht tun”. Dafür erhielt Scholz tosenden Applaus.

Neubauer schloss seine deutliche Kritik mit den Worten: „Ein sehr bitterer Tag. Für Klimaaktivisten, für die Demokratie. Nicht zuletzt für alle, die dachten, Argumente, Wissenschaft und Mehrheiten würden ausreichen, um die Kanzlerin des größten Emittenten der EU von der Sache zu überzeugen.“ Dringlichkeit der Katastrophe”. Scholz hatte bei der Bundestagswahl 2021 Wahlkampfplakate drucken lassen: „Kanzler für Klimaschutz“. (mab/dpa)

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