Landtagswahl in Sachsen: Die gefürchteten Erfolge der AfD bleiben aus

Landtagswahlen in Sachsen
Die befürchteten Erfolge der AfD bleiben aus

Bisher hat die CDU alle Landratsposten in Sachsen besetzt. Erstmals stellt die AfD auch Kandidaten für Wahlen in acht Kommunen auf. Nach Auszählung der Stimmen steht fest: In fast allen Bezirken kann sich die Union verteidigen, in anderen ist eine Zweitstimme nötig.

Bei der Landtagswahl in Sachsen blieb der befürchtete Erfolg der AfD zunächst aus. In drei der neun Bezirke, in denen die Kommunalwahlen durchgeführt wurden, erzielten die Amtsinhaber der CDU im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Auch in den anderen Kreisen erhielten die CDU-Kandidaten mit einer Ausnahme die meisten Stimmen. Sie erreichten jedoch nicht die erforderliche Mehrheit, sodass es in drei Wochen eine zweite Abstimmung geben wird.

Im Kreis Görlitz erreichte die AfD ihr bestes Ergebnis, kam aber nur auf Platz 2. Die meisten Stimmen erhielt der CDU-Kandidat Stephan Meyer. Mit 46,3 Prozent konnte er jedoch keine absolute Mehrheit erreichen. 35,5 Prozent der Wähler stimmten für den AfD-Abgeordneten Sebastian Wippel.

Die sächsische AfD will erstmals einen Landrat haben. Dies wäre eine nationale Premiere. In insgesamt acht Landkreisen kandidierte die Partei für den Posten des Landrats. Die AfD ist in Sachsen flächendeckend gut verankert. Bei der Bundestagswahl im September wurde die Partei vor SPD und CDU stärkste Kraft in Sachsen. Beim zweiten Wahlgang in drei Wochen gewinnt der Kandidat mit den meisten Stimmen. Bisher hat die CDU alle Ämter des Landrats inne.

Bei der Dresdner Oberbürgermeisterwahl lag Amtsinhaber Dirk Hilbert von der FDP vorn, errang aber keine absolute Mehrheit. Hilbert erhielt 32,5 Prozent der Stimmen, teilte die Stadt nach Auszählung aller 538 Wahllokale mit. Hilbert verteidigte das Bündnis „Unabhängige Bürger für Dresden“, das auch von der CDU unterstützt wird. Mit einem Rückstand von mehr als 13 Prozentpunkten lag er deutlich hinter den anderen Kandidaten. Eine zweite Abstimmungsrunde findet am 10. Juli statt. Erst dann steht fest, wer künftig den Dresdner Stadtrat regieren wird. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Stadt am Sonntag mit 47,4 Prozent leicht unter dem Wert von 2015. Damals gingen im ersten Wahlgang 51,1 Prozent der Wahlberechtigten zur Wahl.

Leave a Comment