Leopard voraus

Jedes Mal, wenn ich Bundeskanzler Scholz sehe, kommen mir die Gesichter verzweifelter Soldaten in den Sinn und ich frage mich, wie unser Bundeskanzler schlafen kann. Sinnlose Anrufe bei Putin, dass Ukrainer keine Nazis seien, können Zweifel an Waffenverkäufen nicht ausgleichen. Fast scheint es, als frage er Putin nach einem Vorwand, um weiter zu zögern.

Immerhin wurde die Lieferung von Gepard-Panzern versprochen, die eine reine Verteidigungswaffe darstellen. Aber es wird gesagt, dass es nicht genügend Munition gibt. Deutschland hat nur 23.000 Aufnahmen, die nur eine halbe Stunde dauern sollen.
Die Munition wird von Oerlikon in der Schweiz hergestellt. Bei einem Kampfeinsatz übergibt die Schweiz nicht an Deutschland. Nun stellt sich die Frage, ob eine solche Versorgungsstruktur sinnvoll ist oder ob Waffen und Munition grundsätzlich nicht aus Ländern kommen sollten, die sie nicht liefern, wenn sie am dringendsten benötigt werden. Die Politik ist aufgerufen, hier sehr direkt zu handeln.

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Ungeachtet dessen ist es fraglich, ob diese Behauptung, es sei nicht genug Munition vorhanden, einer Überprüfung standhält.
“Der Flugabwehrpanzer Gepard (FlakPz Gepard) ist ein in sich geschlossener, hochmobiler, allwettertauglicher Flugabwehrpanzer made in Germany.”
Seine Aufgabe ist es, den Panzern den notwendigen Schutz vor Luftangriffen (4 km hoch und 6 km horizontal), dh vor Flugzeugen, Raketen und Drohnen, zu bieten. Es kann in tiefes Wasser tauchen, aber nicht untertauchen und verfügt über ein großes Magazin für fliegende Ziele und ein kleines Magazin für Bodenziele. Ein Gepard trägt insgesamt 680 Patronen, von denen 40 zum Angriff auf Bodenziele (zur Selbstverteidigung) verwendet werden. Die Zielerkennung erfolgt mit Hilfe von Radar, optischer Aufklärung durch Periskope sowie einem Feuerleitsystem und einem Computer. Aufgrund der Berechnung der Flugbahnen reichen in der Regel wenige Feuerstöße pro Ziel aus.

„Es gibt unterschiedliche Feuerraten, um alle Ziele zu bekämpfen. Flugzeuge werden im Allgemeinen mit dem Feuerwähler NORMAL bekämpft. Der Feuerleitrechner ermittelt die optimale Schusszahl, jedoch maximal zwölf Schuss pro Geschütz. Wenn die Munition begrenzt ist, feuert Select Fire BEGRENZT (zehn Schuss pro Waffe). Drohnen (UAV) werden mit SHORT fire selector bekämpft. Außerdem stehen die Feuerarten DAUERHAFT zur Verfügung, was nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommt, und EINZEL für die Bekämpfung von Bodenzielen.“

Angenommen, Fire Select ist auf LIMITED eingestellt und im Durchschnitt maximal vier Feuerstöße pro Ziel, was sehr viel ist, dann können damit 575 Angriffe gekontert werden. Das ist nicht wenig. Wenn der Feind weiß, dass es Luftabwehr gibt, ist es weniger wahrscheinlich, dass er diese Kräfte angreift, also ist er geschützt.

Daher ist nicht klar, worauf sich die Behauptung stützt, die Munition reiche nur für eine halbe Stunde. Es könnte sich an der Feuerrate, also der Feuerrate der Waffe, orientiert haben. Das sind 550 Schuss pro Minute. Auch dann wären es eher 40 als 30 Minuten, aber das Fass wäre aufgrund der entstehenden Hitze Schrott. Die Feuerrate und die Anzahl der Feuerstöße sind wirklich relevant. Hier ergibt sich ein ganz anderes Bild.
Darüber hinaus würden auch andere Länder ihre Gepardenmunition abgeben, z.B. B. Rumänien. Möglicherweise, mit dem richtigen politischen Druck, auch Jordanien (350.000 Runden auf Lager), Brasilien und Katar. Oerlikon könnte seine Lager wieder auffüllen.

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Daher hält die Behauptung, es gebe einen Munitionsmangel für Cheetah-Flugabwehrpanzer, keiner Überprüfung stand. Nur am Rande sei erwähnt, dass der Gepard den gleichen Helm trägt wie der Leopard. Selbst wenn also nicht mehr genügend Munition vorhanden wäre, wäre es durchaus als kurzfristiges Ersatzteildepot für Leopard-Panzer geeignet.
Die Kampfpanzer Leopard stehen neben dem Schützenpanzer Marder auf der Bestellliste der Ukraine. Sie werden dringend benötigt, weil die Ukraine unter anderem russische Kampfpanzer T-72B3, T-80BVM, T-80UM und die T-90-Serie bekämpft. Sie alle haben Wärmebildgeräte.

Grundsätzlich gewinnt der (die meisten) Kämpfe, wer zuerst zuschlägt. Um erfolgreich zu sein, müssen Sie zuerst sehen. Wesentlich dafür sind moderne Wärmebildgeräte, die den Feind in wenigen Kilometern Entfernung als weißen Punkt erkennbar machen. In den allermeisten Situationen spielen “Quartettfaktoren” wie Waffenkaliber und Panzerungsdicke überhaupt keine Rolle.
Sobald der Feind lokalisiert ist, ist es wichtig, ein Computer-/Feuerleitsystem für eine schnelle und genaue Zielerfassung zu haben. Die oben erwähnten Panzer der russischen Armee haben dies auch.

Die alten russischen Panzer, die die Nachbarländer derzeit den Ukrainern zur Verfügung stellen (ebenfalls im Rahmen eines Ringtauschs), verfügen jedoch nicht über Wärmebildgeräte, sodass die Russen die ukrainischen Streitkräfte blind orten können Auch die von den Russen als Exportmodell gebauten Panzer sind minderwertig gepanzert und den Panzern der Ukraine selbst in vielerlei Hinsicht unterlegen. Natürlich ist es schön, Panzer zu bekommen, aber nur wenige von Polen gelieferte T-72M1R haben ein thermisches Visier und sind daher ein Upgrade. Aber diese wenigen guten Panzer sind nicht nah genug an einem Feind wie Russland.

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Die von der Ukraine bestellten Kampfpanzer Leopard 1A5 (und besser) und der Schützenpanzer Marder 1A3 verfügen über Wärmebildgeräte und sind zudem deutlich besser gepanzert. Daher würde es verhindern, dass die ukrainischen Soldaten einfach abgeschossen werden. Dies würde zwar keine echte Waffengleichheit schaffen, aber zumindest die Ungleichheit verringern.

Mit dem eingangs beschriebenen Netzwerk könnten auch eingeschlossene Zivilisten und Soldaten befreit werden und so endloses Leid beendet oder verhindert werden.
Dass diese Waffen lange nicht geliefert und die entsprechenden Schulungen nicht begonnen wurden, zeigt, dass das Gerede vom „Wendepunkt“ reine Täuschung war. Es wird immer deutlicher, dass es Grünen und FDP mit der Unterstützung der Ukraine nicht wirklich ernst ist, weil sie in der Regierung sitzen und für das Zittern mitverantwortlich sind. Sie könnten es ändern, aber sie tun nichts. Es nützt nichts, wenn Kubicki das Feigenblatt der FDP in Corona oder Strack-Zimmermann im Krieg in der Ukraine spielt. Da helfen auch die knappen Worte von Anton Hofreiter oder Außenministerin Annalena Baerbock nicht weiter.

„Hütet euch vor falschen Propheten, die im Schafspelz zu euch kommen, aber innerlich reißende Wölfe sind. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.“ Das sagt die Bibel (Matthäus 7:16). Das ist immer ein guter Rat, und das gilt auch für die Politik heute. Sie reden viel, oft genug, um zu täuschen. Sie können erkennen, was sie wirklich durch ihre Handlungen meinen.
Sie sprechen eine klare Sprache: Unsere Regierung lässt die Ukraine im Stich.


von Annette Heinisch

Kommerziell

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