OB-Kandidat Marcus Fuchs – Neustädter Flüstern

Am kommenden Sonntag wird in Dresden ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Acht Kandidaten und eine Kandidatin stellen sich zur Wahl Gemeinsam mit dem Online-Magazin Pieschen-Aktuell haben wir allen dieselben Fragen gestellt. Wir werden die Antworten hier nun in umgekehrter Reihenfolge der amtlichen Abstimmung wiedergeben.

Marcus Fuchs: Dresden verdient Größe

Bürgermeisterkandidat Marcus Fuchs - Foto: PR
Bürgermeisterkandidat Marcus Fuchs – Foto: PR

Verkehr

Radfahren ist ein heiß diskutiertes Thema in der Stadt. Wie wollen Sie die Umsetzung des Radverkehrskonzepts für Dresden deutlich beschleunigen?

Ich selbst fahre gerne und oft Fahrrad. In Dresden fehlt ein integrierter Radwegeplan, der die wichtigsten Strecken aus der Sicht des Radfahrers betrachtet mit dem Ziel, das Zusammenleben von Fußgängern, Radfahrern und Autos einheitlicher und sicherer zu gestalten. Nützlich sind smarte Ampeln, die schnell ein Rad und einen Schalter erkennen (wie an der Ecke Franz-Liszt-/Tiergartenstraße); wir brauchen mehr davon.

Das Radfahren selbst kann weiter gefördert werden, zum Beispiel durch Arbeitgeber mit Angeboten von Diensträdern.

Vor allem in der äußeren Neustadt kam es in der Vergangenheit zu deutlichen Preissteigerungen beim Straßenparken, was nun den Parkdruck in den angrenzenden Stadtteilen erhöht. Sehen Sie hier einen Regelungsbedarf und wenn ja, wie?

Die wenigen Flächen, die als Stellplatz zur Verfügung stehen, können noch intelligenter genutzt werden. Anwohner haben oft gute Ideen, die noch nicht umgesetzt wurden. Das möchte ich ändern.

Wohnen

Der sächsische Landtag hat Ende Mai eine Mietpreisdämpfung beschlossen, soll sie in Dresden eingeführt werden?

Eine Mietpreisbremse muss gut gemacht sein, wir brauchen in Dresden keine Zustände wie in Berlin. Deshalb will ich unbedingt sehen, was Sachsen am Ende kann.

kommerziell
Piraten
kommerziell
Grüne Jahre

Sollte Ihrer Meinung nach „Wohnen in Dresden“ gestärkt werden und das Unternehmen am Markt Wohnungen kaufen (z. B. Vonovia)?

Wir haben nicht genug Gemeinschafts- und Gemeinschaftseigentum. Die Korrektur der Fehler, die in den letzten Jahren in der Führung der Stadt gemacht wurden, wird jedoch ein langfristiges Projekt sein.

Einzelhandel

Viele Gewerbeflächen stehen leer und ungenutzt. Was wollen Sie tun, um den innerstädtischen Einzelhandel außerhalb der Altstadt zu beleben? Wie soll er es wieder attraktiver machen?

Hier brauchen wir ein kluges Maßnahmenpaket, zum Beispiel Gewerbesteuersenkung, Subventionen und Risikoteilung mit Vermietern, um die Stadt wieder interessant für neue und innovative Einzelhandelsangebote zu machen. Dabei setze ich auch auf die Innovationskraft des Dresdner Unternehmens.

Verwaltungstempo

Wie kann die Verwaltung die Umsetzung bestehender Entscheidungen beschleunigen, insbesondere im Bau- und Städtebau? Der Stadtratsbeschluss zur Königsbrücker Straße beispielsweise ist mittlerweile fast sechs Jahre alt.

Die Kultur einer Behörde basiert auf dem Bürgermeister selbst. Ich möchte mit schnellem und pragmatischem Handeln ein Vorbild für die Verwaltung sein und gemeinsam mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung die Verwaltung fit für neue Herausforderungen machen.

Digitalisierung: Gibt es Bürgeranliegen, die nicht einfach und digital adressiert werden können? Was wollen Sie hier in den nächsten sieben Jahren erreichen?

Ja sehr viel. Als Fachinformatiker habe ich bereits Prozesse in großen Konzernen digitalisiert und habe daher hohe Erwartungen und Umsetzungsstärke für diese Themen!

krumme Ecke

Im Dezember forderte das Verwaltungsgericht Dresden die Stadtverwaltung auf, „geeignete polizeiliche Maßnahmen zur Durchsetzung der Verbote ihrer Polizeiverordnung vom 25. Januar 2018 zum Schutz der Nachtruhe zu treffen“. Konkret handelt es sich um die Kreuzung Rothenburger-, Louisen- und Görlitzer Straße. Welche Maßnahmen sollte die Stadt Ihrer Meinung nach ergreifen?

Die Polizeipräsenz wurde bereits erhöht. Das Problem ist jedoch ein typischer Fall, in dem die Stadtverwaltung nur in enger Abstimmung mit den Bürgern vor Ort erfolgreich sein kann. Bewohnerinnen und Bewohner sind als Spezialisten für die Lösung ihrer Probleme gefragt, denen ich gerne zuhöre und sie bei der Umsetzung unterstütze.

Wissenswertes über Marcus Fuchs

Marcus Fuchs ist 39 Jahre alt und Vater. Der IT-Projektmanager hat Wirtschaftsinformatik studiert und arbeitet für einen internationalen Konzern mit Sitz in Dresden. Seit 2020 organisiert Fuchs die Initiative „Querdenken 351“; Auf seiner Website bezeichnet er sich selbst als „Organisator von Treffen und Veranstaltungen zur Wiederherstellung von Grundrechten, Demokratie und Freiheit“. Im vergangenen Jahr kandidierte er im Wahlkreis Dresden I zur Bundestagswahl und erhielt 631 Stimmen oder 0,4 Prozent der abgegebenen Erststimmen.

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