RTL/ntv-Trendbarometer: Söder würde Direktwahlen in Bayern klar gewinnen

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Söder würde die Direktwahlen in Bayern klar gewinnen

Mehr als die Hälfte der Bayern würde bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten Markus Söder wählen. Seiner CSU geht es nicht so gut, aber er kann damit rechnen, nächstes Jahr wieder die 40-Prozent-Hürde zu nehmen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat in seinem Bundesland noch immer vergleichsweise hohe Sympathiewerte. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für RTL und ntv.

Könnten die bayerischen Wähler ihren Ministerpräsidenten selbst wählen, würden 53 Prozent Söder wählen. Sechs Prozent würden für den bayerischen SPD-Vorsitzenden Florian von Brunn und elf Prozent für Grünen-Chef Ludwig Hartmann stimmen. „Keiner von ihnen“ antworten 30 Prozent.

Damit sind Söders Werte in der Bayern-Kanzlerfrage deutlich besser als die des CDU-Chefs Friedrich Merz. Könnte man den Bundeskanzler direkt wählen, würden in Bayern 39 Prozent den Amtsinhaber Olaf Scholz wählen, nur 19 Prozent den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz. 42 Prozent würden sich für keine davon entscheiden. Deutschlandweit würden sich 20 Prozent für Merz und 41 Prozent für Scholz entscheiden.

Bundestagswahl: CSU deutlich besser als CDU

Wie bei der Bundestagswahl 2021 würde die CSU in Bayern ein deutlich besseres Ergebnis erzielen als die CDU im Rest Deutschlands. Bei einer Bundestagswahl würden 36 Prozent der Bayern für die CSU stimmen. In Gesamtdeutschland würden 27 Prozent die Union wählen, in den 15 Bundesländern außerhalb Bayerns würden 26 Prozent die CDU wählen. Das beste Abschneiden der CSU trägt damit einen Prozentpunkt zum Bundesergebnis der Union bei.

Bei einer Bundestagswahl in Bayern gingen 22 Prozent an die Grünen (bundesweit sind es derzeit 23 Prozent im RTL/ntv-Trendbarometer), 12 Prozent an die SPD (bundesweit 19), die 8 Prozent an die FDP (bundesweit 8), 8 Prozent für die AfD (bundesweit 10) und 2 Prozent für die Linkspartei (bundesweit 4). 12 Prozent würden sich für andere Parteien entscheiden (bundesweit 9 Prozent). Neben der Union reicht allein die SPD, um den Wahlausgang auf Bundesebene zu verändern. Sein Ergebnis wäre in einem Deutschland ohne Bayern einen Punkt besser.

Landtagswahl: CSU kann wieder auf das Niveau von NRW und Schleswig-Holstein aufschließen

Bei einer Landtagswahl im Freistaat könnte die CSU mit einem deutlich besseren Ergebnis als bei einer Bundestagswahl rechnen und würde erneut die 40-Prozent-Marke knacken. Wie die Landes-CDU in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen hat auch die CSU in Bayern einen ausgeprägten „Landesbonus“ im Unionsvergleich. Die nächsten Landtagswahlen in Bayern sind für 2023 angesetzt.

Bei der Landtagswahl erzielten die Grünen 20 Prozent, die Freien Wähler 10 Prozent, die SPD 9 Prozent, die FDP 6 Prozent, die AfD 7 Prozent und die Linke 1 Prozent. 7 Prozent würden sich für andere Parteien entscheiden.

Der CSU wird eine relativ hohe Konkurrenz zugeschrieben

Der Landesbonus der CSU basiert vor allem darauf, dass der CSU deutlich mehr politische Konkurrenz zugetraut wird als der Union insgesamt: 38 Prozent der bayerischen Wähler glauben, dass die CSU die Partei ist, die die Probleme des Freistaats am besten angehen kann Werden. Andererseits glauben nur 11 Prozent, dass die Union als Ganzes politische Kompetenz hat, ebenso wie die Wähler in ganz Deutschland.

Auf die Frage, welche Partei die Probleme in Bayern am besten anpacke, nannten 15 Prozent die Grünen, 5 Prozent die SPD, 2 Prozent die FDP und 9 Prozent andere Parteien. In Bezug auf die Probleme in ganz Deutschland nannten 21 Prozent der bayerischen Wähler die Grünen, 10 Prozent die SPD und 2 Prozent die FDP.

Die Daten wurden vom Meinungs- und Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 23. Mai bis 3. Juni 2022 erhoben. Datenbank: 1049 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

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Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland

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